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Großes Bühnenaufgebot beim
Jahreskonzert 2006
Harmonisches Miteinander von Akkordeon und Gesang
Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus.
So war es dann auch am Abend des 02.12.2006 jedem Besucher in der Festhalle Oberhausen beim Anblick der ins Halleninnere vergrößerten Bühnenlandschaft sofort klar, dass das Jahreskonzert des ACR – zumindest was das Aufgebot an Musikern angeht – ein besonderes Highlight werden würde.
Der musikalischen Eröffnung des Abends durch das Hauptorchester des ACR mit der bekannten „Titus-Ouvertüre“ von W.A. Mozart unter der Leitung von Harald Kniebühler folgten die Begrüßungsworte des 1. Vorsitzenden Clemens Pflieger, der sich über eine vollbesetzte Oberhausener Festhalle freuen durfte. Er gab das Wort weiter an Reiner Metzger, der wie bereits in den Vorjahrengekonnt und unterhaltsam durchs Programm führte. Mit den „Variationen über ein Kinderlied“ des Komponisten Fritz Dobler bot das Hauptorchester daraufhin ein Stück der Originalmusik für Akkordeon, bei welchem der Zuhörer das bekannte „Hänschenklein“ in unterschiedlichsten Facetten vernehmen konnte.
Im Anschluss daran stellte das Akkordeonensemble Endingen/Rheinhausen sein Können mit der virtuos vorgetragenen Ouvertüre „Bagatelle“ von J. Rixner wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis. Dass es sich bei diesem Stück was die musikalischen Anforderungen um alles andere als eine ‚Kleinigkeit’ handelte,war jedem Gast im Saal bald klar. Auch beim nachfolgenden Stück „Accordimento“ von Hans-Günther Kölz meisterten die Akteure Sandra Emmenecker, Laura Kohm, Christine Kossmann, Nathalie Ruth, Andreas Maurer und Jürgen Apfelbeck die vier Sätze in ihrem musikalisch unterschiedlichen Charakter von der "Valse Sentimentale" bis zur feurigen "Tarantella" souverän. Der Forderung des begeisterten Publikums nach einer Zugabe kam das Ensemble nach mit dem messerscharf vorgetragenen „Säbeltanz“ von Aram Chatschaturjan, was erneut mit anhaltendem Applaus bedacht wurde.
Es folgten die Schülerinnen und Schüler des Vereins unter der Leitung der Ausbilder Laura Kohm, Christine Kossmann und Christian Ott. Eröffnet mit der „Prelude“ aus dem Stück „Fresh Air“ von H.-G. Kölz durch das Jugendorchester folgte mit den „Klangbildern“ von Sebastian Klein das Musikstück, welches die Dirigentin Laura Kohm mit dem Jugendorchester Rheinhausen-Endingen für die im Frühjahr 2007 stattfindenden Wertungsspiele in Münstertal in Vorbereitung hatte und beim Jahreskonzert erstmals in Teilen zur Aufführung kam. Dass man auch zusammen mit Akkordeon und Keybord ansprechende Musik machen kann, stellten die Schülerinnen und Schüler mit den Stücken „8 o’clock“ und „Bye, bye love“ unter Beweis. Den Schlusspunkt setzte wiederum das Jugendorchester mit dem „Rockout“ aus dem bereits genannten Stück „Fresh Air“.
Danach fand auf der Bühne ein Generationswechsel statt, denn
die „Oberhüsemer Handörgler“ hatten Platz genommen und mit dem Stück „Erinnerung an die
Hard“ von G. Helbling ihren musikalischen Vortrag begonnen. Es folgten die
volkstümlichen Stücke „Rote Rosen“ von E. Claude, „Bauernhochzeit“ von H. Schittenhelm und „Am Tagliamento“ von Hans Blatter, die vom fachkundigen Publikum mit viel Beifall belohnt wurden. Es war somit klar, dass auch diese Formation nicht ohne Zugabe in die Pause entlassen wurde.
Mit der „Zauberflöte in Rythm“, einer modernen mit Schlagzeug begleiteten Bearbeitung des
Stückes von W.A. Mozart, eröffnete das Hauptorchester des ACR zusammen mit dem Orchester des Kaiserstühler Harmonikaspielrings Endingen den zweiten Teil des Konzertabends.
Spätestens beim anschließenden Vortrag der MGV Singgemeinschaft Endingen und den Orchestern aus Rheinhausen und Endingen unter der Leitung von Wolfgang Gaus begleitet am Klavier bzw. an der Orgel von Werner Zimmermann und Harald Kniebühler wurde dem Publikum klar, warum eine Vergrößerung der Bühne notwendig geworden war, denn zwischenzeitlich hatten etwa 120 Akteure auf dem Podium Platz genommen. Zunächst bot die MGV Singgemeinschaft die bekannten Melodien „Lieder sind die besten Freunde“ von Ralph Siegel, „Mach dir deine Welt“ von Udo Jürgens und „We have a dream“ von Dieter Bohlen dar.
Danach folgte der gemeinsame Auftritt von Akkordeonisten und Sängern mit dem Schlager „Ihr von morgen“ von Udo Jürgens und dem Hit „Music“ aus dem Album „Rebel“. Auch in der Bearbeitung von Gottfried Hummel verbindet sich wie im Original von John Miles auf beeindruckende Art und Weise eingängige Rockmusik mit symphonischen Streichersätzen. So war es nicht weiter überraschend, dass auch nach diesem Stück vom Publik um eine weitere Zugabe gefordert wurde. Mit den allseits bekannten Stücken „I will follow him“ und „Hail Holy Queen“ aus dem Film „Sister Act – Eine himmlische Karriere“ verabschiedeten sich die Musikerinnen und Musiker und setzten den Schlusspunkt unter einen abwechslungsreichen und kurzweiligen Abend.
Regina Schwörer